Die Sonne lacht, die Temperaturen steigen, die Knospen sprießen, die Vögel zwitschern. Die Natur erwacht aus dem Winterschlaf und auf einmal sind sie da, die Frühlingsgefühle.
Der Frühling hält Einzug. Die Leute lachen, die Zeiten sind vorbei in denen man bei Dunkelheit aus dem Haus ging und bei Dunkelheit heim kam. Die Welt erwacht zu Leben. Frühling bedeutet Leben! Man spürt eine Art Aufbruchsstimmung, Ballast abzuwerfen, das Leben von der langen und dunklen Winterzeit zu entrümpeln.
Die Entstehung der Frühlingsgefühle:
Nicht die wärmeren Temperaturen und nicht die Sonne sorgen für bessere Laune, sondern durch die steigende Lichteinwirkung über das Auge in der Zirbeldrüse im Gehirn wird das Schlafhormon Melatonin reduziert, die Glückshormone Serotonin, Dopamin und Noradrenalin steigen. Man fühlt sich aktiver und wacher, als könnte man Bäume ausreißen. Dieses neue Erwachen und die luftig leichte Kleidung wird vom Körper als wohltuend aufgefasst. Nicht nur das, auch der Geruch spielt eine Rolle. Wenn man im Frühling sich draußen aufhält, fällt einem sofort der erdige Geruch auf. Die Erde dampft und man kann den Frühling förmlich riechen.
Wissenschaftlich erwiesen sind die Frühlingsgefühle nicht. Und doch wirkt der Frühling wie Doping für gute Laune.
Ein kleiner Überblick über die Hormone:
- Hormone: Der Begriff „Hormon“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „antreiben“ oder „erregen“. Hormone sind biochemische Botenstoffe unseres Körpers. Es sind Informationsübermittler und regeln zahlreiche Vorgänge Körper wie Stoffwechsel, Atmung, Ernährung, Blutdruck, Wasserhaushalt, Schwangerschaft und Sexualfunktion.
- Melatonin: Melatonin ist als Schlafhormon bekannt. Es wird von den
Pinealozyten in der Zirbeldrüse aus Serotonin produziert und steuert den Tag-Nacht-Rhythmus. - Serotonin: Serotonin wird für gewöhnlich auch „Glückshormon“ genannt. Serotonin ist sowohl ein Hormon als auch ein Neurotransmitter, das zahlreiche Vorgänge im Körper reguliert. Serotonin wirkt im Magen-Darm-Trakt und beeinflusst das Herz-Kreislauf-System. Serotonin spielt eine Rolle ob man müde oder wach wird, wie viel Appetit man hat und es kümmert sich um einige andere Funktionen. Durch das lange Sonnenlicht, viel Bewegung an der frischen Luft und gesunde Ernährung wird die Produktion angekurbelt.
- Dopamin: Dopamin gilt ebenfalls als „Glückshormon“. Dopamin wird meist ausgeschüttet wenn man belohnt wird. Das Glückshormon reguliert als Neurotransmitter die Durchblutung einiger innerer Organe und ist verantwortlich für die Weiterleitung von Gefühlen und Empfindungen. Bei zu wenig von diesem Glückshormon kann das gravierende Auswirkungen haben, es kann zu einer Parkinson-Erkrankung kommen. Ein Überschuss des Hormons kann unter Umständen eine Schizophrenie auslösen.
- Noradrenalin: Noradrenalin ist ein Botenstoff der als Stresshormon oder Fluchthormon und Neurotransmitter wirkt. Er wird in der Nebennierenrinde, im zentralen Nervensystem, sowie in den Nervenzellen hergestellt.
Und jetzt ab nach draußen, Sonne tanken.
Viel Spaß!

